
Kerstin Michels wurde 1965 in Quierschied im Saarland geboren. Sie studierte Bildende Kunst und Deutsch für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg im Breisgau. Nach dem Referendariat lebte sie einige Jahre in der Schweiz und arbeitete als Primarschullehrerin. In diesen Jahren besuchte sie Fortbildungen im Bereich Malerei und Plastik an den Hochschulen der Künste in Zürich und Bern.
In den darauffolgenden Jahren widmete sie sich ihrer Familie und ihren beiden Töchtern, arbeitete als Grundschullehrerin und las ihren Kindern mit Begeisterung Kinderbücher vor.
Von 2018 bis 2021 studierte Kerstin Michels an der Katholischen Hochschule am Institut für angewandte Wissenschaft Kunsttherapie.
Seit 2014 arbeitet sie in der Grundschule im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ). In diesem speziellen Unterricht stieß sie immer wieder auf die Bedeutung von textfreien Bilderbüchern, die die Kinder dazu anregen konnten, selbst ins Erzählen zu kommen.
In den DaZ-Stunden versucht Frau Michels immer wieder durch kreative und gestaltende Phasen die Kinder zum Erzählen zu motivieren.
Durch das Kunsttherapie-Studium und das Umsetzen der freien Gestaltung in den Schulstunden wuchs ihr Wunsch, ein Buch zur Sprachförderung zu gestalten.
NIE GANZ ALLEIN ist ihr erstes Buch.

Im November 2025 wurde mein Buch „Nie ganz allein“ auf der KIBUM in
Oldenburg ausgestellt.
Folgende Worte schrieb Christian Kühn über mein Buch:
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, heißt es in einem bekannten
Sprichwort.
Mehr noch: In der Sprachförderung ermuntern Bilder geradezu zu Worten,
denn Bilder liefern Erzählstoff für Geschichten.
Dass Autorin Kerstin Michels sich Tierbilder bedient, ist ein kluger
Schachzug: Tiere erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit, sie wecken
Gefühle, die nach Ausdruck suchen. Die auf Tiernamen (Paarbildung) und
auf ein Adjektiv begrenzte Textierung pro Doppelseite lässt viel Raum für
eine eigene Deutung: Was heißt eigentlich behütet, was versteht man unter
vorsichtig, wie kann der Madenhacker der Antilope helfen und wie zeigt sich
ein geborgenes Gorillababy in den Armen der Mutter? Empfindungen
werden angestoßen, die ausgesprochen werden wollen. Das
Mitteilungsbedürfnis führt zur Kommunikation und zum Austausch: Verbal,
aber auch kreativ-künstlerisch.
„Nie ganz allein“ fungiert als Impulsgeber und kann immer wieder neu zur
Hand genommen werden, denn Neugier, Fröhlichkeit, Freundlichkeit und
Hunger haben jeden Tag andere „Gesichter“ und somit andere Geschichten.
Der Wert des Buches liegt in seiner Klarheit und Praxisnähe, um
Erzählfreude zu fördern.

9. Dezember 2024 an der Pädagogischen Hochschule im Rahmen von „Deutsch als Fremdsprache“

